Silent Cliffs

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Plötzlich blieb sie stehen, schloss ihre braunen Augen und ließ den Wind durch ihre Haare wehen. Mit ihrer zarten Hand fuhr sie an der rauen Wand der Klippen entlang.
„Spürst du es, kannst du es fühlen? Und hörst du es, dieses Rauschen?“
fragte sie flüsternd.  „Nein, ich spüre nichts. Du bleibst schon zum vierten Mal stehen! Lass uns weiter.“ entgegnete er genervt und sah sie durch seine zusammengekniffenen grünen Augen an.
„Aber das ist doch mein Platz. Du versuchst es nicht einmal, du lässt dich nicht darauf ein.“ 
meinte sie in genau dem gleichen ruhigen und gelassenen Ton. „Warum sollte ich?“ kopfschüttelnd und mit einer abwertenden Handbewegung wandte er sich von ihr ab. Ohne sich noch einmal nach ihr umzudrehen, ging er weiter.
Wenn er sich umwenden würde, wusste er genau, welches Bild sich ihm bot.

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Inmitten von gewöhnlichen Klippen und Gestein, würde sie dort stehen, mit geschlossenen Augen, den Kopf leicht zur Seite gedreht, während ihre Haare um ihr schmales Gesicht wehten.
Nichts würde passieren. Nach ein paar Stunden würde sie mit einem Lächeln auf den Lippen zurückkehren.
Was war es, was sie an der Natur so anzog?

Er konnte es nicht nachvollziehen. Alleine schon der Gang hier hinauf, hatte ihn einiges an Überwindung gekostet. Aber er wusste, wie sie war und das ärgerte ihn immer wieder aufs Neue.
Die braunen Augen, der Mund, der sich langsam zu einem Lächeln bog und die Haare, die ihr ins Gesicht fielen, während sie sich nach vorne beugte um ihn leise ins Ohr flüsternd zu überreden.

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Nur ein paar wenige Male bat sie ihn, zu den rauschenden Klippen mitzukommen und jedes Mal war er unwillig mitgegangen. Inzwischen hatte er sich daran gewöhnt, bei den Klippen kehrt zu machen und sie alleine zurückzulassen.
Sobald sie ihren Platz, der sie so magisch anzuziehen schien, erreicht hatte, konnte er nichts mehr tun.
Als hätten die Klippen eine imaginäre Anziehungskraft, blieb sie zwischen den Steinen stehen und schloss ihre Augen.

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Das was sie auch spüren mochte, er konnte sie nicht verstehen.
Als er vom Boden aufschaute, hatte er die gewohnte Weggabelung erreicht, die ihn um die Klippen herum, hinunter in den Ort führen würde. Bevor er jedoch abbog, wand er sich doch noch einmal nach ihr um.
Aber nur ein Windstoß zerzauste sein Haar und ließ ihn blinzelnd auf den Platz blicken.
Der Platz um die Klippen war leer.

 

Dieses Kleid steht übrigens zum Verkauf!

Artikel: Vintage Kleid mit Blumenmuster und Rüschen an Armen

Artikel Nummer: FD05
Kategorie: Kleid
Marke: Sonja Models
Größe: M
Farbe: bunt
Preis: 10,00 €

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Gepostet am5. Juli 2016 in Allgemein, inspiration, pictures

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Responses (8)

  1. Sandra
    11. Juli 2016 at 9:47 · Antworten

    Wow wunderschöne Bilder und vor allem wirklich tolle Geschichte! Man fühlt fast den Wind auf den Wangen und hört das Rauschen des Meeres.
    LG Sandra

    • Christina Feldmer
      11. Juli 2016 at 16:06 · Antworten

      Vielen Dank liebe Sandra! Freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt!
      Liebe Grüße
      Chrisi

  2. trixi
    16. Juli 2016 at 21:08 · Antworten

    Super Worte hast du da gefunden und die Fotos und das Outfit passen perfekt dazu!

    Alles Liebe,
    Trixi

  3. Misses popisses
    17. Juli 2016 at 22:53 · Antworten

    Wuuunder Wuuunderschön. Ich mag deinen femininen Look bzw. bin ich ein grosser Fan von dir und deinem Kleidungsstil. Feminin und elegant. Mach weiter so.
    Liebst Elisabeth

    http://www.missespopisses.com

    • Christina Feldmer
      18. Juli 2016 at 14:19 · Antworten

      Dankeschön! Das ist sehr schön zu hören 🙂 Ich mag auch sehr deinen verspielten und eleganten Stil!

  4. Patricia
    19. Juli 2016 at 23:32 · Antworten

    Ein sehr schöner Text 🙂
    Und die Bilder sind auch total schön, sehr elegant!

    Alles Liebe,
    Patricia

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